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Aus dem Lahrer Hinkenden Boten

Der Lahrer Hinkende Bote ist ein (Bauern-)Kalender aus der namensgebenden Stadt Lahr, der erstmals 1800 herausgegben wurde. 1894 hatte er eine Auflage von 1 Millionen Exemplaren!

Für den November rät der Lahrer Hinkende Bote:

Man reinigt die Obstbäume von den dürren Ästen und Raupen, schlägt Mist um die entblößten Wurzeln derselben; fällt Holz zu Weinpfählen, Zäunen, wie auch Reife zum Faßbinden und sonderlich Bauholz; düngt Äcker, Wiesen, drischt die Frucht, läßt den Wein ab, wirft das Korn und versetzt die Immen. Wenn der Erdboden etwas trocken wird, sät man frischen Salat, wohl auch Zwiebeln und Artischockensamen; nach dem neuen Jahr legt man Mistbeete an für Melonen, Gurken und Kopfsalat.

Wenn der Frost einfallen will, müssen die vor Winter gelegten Erbsen, Knoblauch, Blumenzwiebeln und andere zarte Gewächse mit Moos oder langem Schüttelstroh bedeckt werden.

Man muß jetzt gute Aufsicht über das Viehfutter halten. Das vorhandene Futter und Stroh musß man sorgfältig einteilen, damit nicht bei unverhofften Fällen Mangel entstehe.

Und schon alles erledigt?

P.S.: Ist es nicht schade, daß das Semikolon langsam ausstirbt?

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