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Wie die Sex Pistols ihr erstes Geld verdienten

Wie die Sex Pistols ihr erstes Geld verdienten, beschreibt Richard Branson (u.a. Gründer von Virgin Records und Virgin Airlines, aber auch ein lebensmüder Ballonfahrer und Möchtegern-Raumfahrer) in seiner Biographie Losing my Virginity (Aff.-Link).

Virgin Records war die Plattenfirma, bei der die Sex Pistols schließlich ihr erstes Album aufnahmen. Und das lag nur daran, daß sie es nicht hinbekamen bei Virgin Records rauszufliegen.

Das hatten sie nämlich bis dahin bereits bei 2 Plattenfirmen geschafft und dabei jeweils einen schönen Vorschuss kassiert. Zunächst erleichterten sie EMI um 50.000 Pfund, die dafür aber wenigstens die erste Single Anarchy in the UK bekamen. Danach benahmen sich die Sex Pistols so schlimm (Fluchen im Radio, …), daß sie für eine ordentliche Plattenfirma wie EMI nicht mehr tragbar waren und EMI freiwillig auf das Sex-Pistols-Album verzichteten (ohne das Geld zurückzufordern).

Danach wurde das gleiche Spiel mit A&M abgezogen - unmittelbar nach Vertragsunterzeichnung kotzte Sid Vicious (der Drummer) dem Plattenfirmenchef auf den Schreibtisch und demolierte sein Büro. Wenige Tage später zahlte A&M 75.000 Pfund Vertragsstrafe ohne dafür auch nur eine Note zu bekommen.

Die Sex Pistols taten aber auch so einiges, um rausgeschmissen zu werden und arbeiteten damit an ihrem Ruf als Wildeste Band der Welt. Bei Virgin Records stießen sie mit dieser Taktik allerdings auf Granit, da Richard Branson sich in den Kopf gesetzt hatte, das Image seiner als Hippie-Klitsche verschrienen Plattenfirma zu ändern. So kam es dann schließlich doch noch zum Debutalbum der Sex Pistol - Never mind the bollocks.

One Response to “Wie die Sex Pistols ihr erstes Geld verdienten”

  1. Manche nennen es Marketing, ich nenne es, weil vorsätzlich, Trickbetrug.

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